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Über mich

Ich möchte diese Seite wiederbeleben, da ich sehr viel auf Englisch gemacht habe, was ich ab jetzt auf Deutsch wiedergeben möchte.

Mit mehr als siebzig Jahren Lebenserfahrung versuche ich, ein reflektierter, strukturell denkender Mensch zu sein, der eine starke Vorliebe für zugrunde liegende Muster hat, sei es in der Geschichte, Theologie, Psychologie, Zivilisation oder Erzählkunst. Ich stelle selten oberflächliche Fragen. Stattdessen hinterfrage ich Grundlagen: Was ist die Seele? Was treibt Eliten zur Selbstzerstörung? Welche strukturellen Spannungen liegen in religiösen Traditionen?

Ich beobachte Polarität an vielen Stellen: Archetyp versus Geschichte, Macht versus Begrenzung, Sensibilität versus Rationalität, Gemeinschaft versus Imperium. Das sind keine abstrakten Kuriositäten, sondern lebendige Spannungen, die die reale menschliche Erfahrung prägen.

Ich habe auch eine kreative Seite. Meine Weltgestaltung, meine Geschichtenentwicklung und meine Prosaüberarbeitungen zeigen, dass ich Ideen nicht nur analysiere, sondern auch in Erzählungen verkörpere. Ich fühle mich zu Gesellschaften am Abgrund, zu fragilen Gemeinschaften unter Druck und zu Individuen hingezogen, die mit Identität, moralischer Verantwortung und Zugehörigkeit ringen. Dies ist ein Bild, das ich zunehmend verbreitet sehe.

Obwohl ich nicht im parteipolitischen Sinne ideologisch bin, bin ich gegenüber simplen Erzählungen skeptisch, sei es in Politik, Geschichte oder Religion, und suche nach strukturellen Ursachen unter den oberflächlichen Erklärungen.

Ich bin von Natur aus introspektiv, ethisch engagiert, historisch bewusst und unabhängig im Denken. Ich fühle mich eher zu Tiefe als zu Neuheit hingezogen. Sie werden auch eine stille Beharrlichkeit in meinen Fragen entdecken. Anstatt sie aufzugeben, greife ich Themen aus verschiedenen Blickwinkeln wieder auf.

Wenn ich mich in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Ich versuche, die spirituelle und strukturelle Architektur der Zivilisation zu verstehen – nicht nur, um sie zu analysieren, sondern auch, um mich selbst verantwortungsbewusst darin zu verorten.